Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ – Offenbarung 21,6
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Grimma
mit Grethen, Hohnstädt / Beiersdorf,
Döben / Höfgen und Nerchau

Grußwort – April + Mai 2018

KONFIRMATION: selber JA sagen zum Glauben

„Ich danke Ihnen sehr für die gutgemeinte Einladung zur Jubelkonfirmation…“„Ich wünsche Ihnen und allen Beteiligten für die Jubelkonfirmation alles Gute.“
So beginnt und endet ein Brief, den ich kürzlich von einem Mann erhielt, der vor 3,5 Jahren seine Frau beerdigen musste, die nun leider nicht mehr an der Feier zur Jubelkonfirmation teilnehmen kann. Dann erzählt er in diesem Brief aus ihrem Leben, ihrer Beziehung zur Kirchgemeinde… Ja, damals, die Konfirmation. Das schönste und wichtigste kirchliche Fest für junge Menschen!? Statt Jeans, ein schönes Kleid, halbhohe Schuhe. Die meisten Mädchen waren beim Friseur, sind geschminkt und sehen irgendwie erwachsener aus als die Jungs im Anzug, mit denen sie gemeinsam zum Konfirmationsgottesdienst in die Kirche einziehen. Während des Gottesdienstes wird den jungen Menschen die Hand aufgelegt und der Segen Gottes zugesprochen. In der Konfirmandenzeit sollen die jungen Menschen ein JA zur ihrer eigenen Taufe finden und mit der Konfirmation ihr persönliches Bekenntnis und JA zu ihrer Taufe geben. An die Konfirmationskurse heute richten sie viele Erwartungen. In der dünnen religiösen Luft, in der wir manchmal leben, gibt es vieles, was die Konfirmanden erst einmal entdecken müssen und was nicht mehr selbstverständlich ist. Auch wenn es ernüchternd ist, dass viele Jugendliche nicht wieder in ihrer Gemeinde auftauchen, haben sie durch diese gemeinsame Zeit vieles gewonnen. Hoffentlich auch die Erkenntnis, dass all die Betreuer (Jugendwarte, Gemeindepädagogen, FSJler, Pfarrer, Kantoren, Kirchvorsteher) selbst eine wechselhafte Glaubensbiografie haben.
Kirche verändert sich. Konfirmanden verändern sich, wie es die Fotos zeigen.

Was bleibt, ist der Zuspruch Gottes,

an den man sich zur Jubelkonfirmation erinnert. Einige möchten das für sich neu zugesprochen bekommen. Viele sind dankbar für die Einladung zur Jubelkonfirmation und reisen aus den unterschiedlichsten Orten Deutschlands und manchmal auch des Auslands an und freuen sich auf die Begegnungen und Gespräche. Und dann erzählen sie von ihren Wurzeln, ihrer Heimat, den schweren und den guten Zeiten im Leben. All das kann zur Sprache kommen in einem von Gott gesegnetem Leben.

Auf eine Wiedersehen freut sich und grüßt Sie im Namen aller Mitarbeiter
Ihr Pfarrer Torsten Merkel